Internationaler SMS-Versand

SMS weltweit versenden - Sender-Typen, Pre-Registration und länderspezifische Regeln, die Sie beachten sollten.

Über unser Gateway können Sie SMS in jedes Land versenden. Achten Sie dabei auf die korrekte Ländervorwahl im Nummernformat des Empfängers.

Jedes Land legt jedoch eigene Regeln dafür fest, wie eine SMS aussehen darf, damit sie zugestellt wird. Was in Deutschland problemlos funktioniert, kann in einem anderen Land blockiert, verändert oder schlechter zugestellt werden. Diese Regeln stammen von den Mobilfunknetzbetreibern und Regulierungsbehörden des jeweiligen Ziellandes, nicht von seven.

Dieser Artikel erklärt die drei Stellschrauben, die Sie kennen sollten: den Sender-Typ, die Pre-Registration und inhaltliche Einschränkungen.

Sender-Typen

Der Absender einer SMS (die "Sender-ID") kann in zwei Formen auftreten.

Alphanumerische Sender-ID

Ein Name aus Buchstaben und Ziffern, zum Beispiel seven oder IhreMarke. Vorteil: Der Empfänger erkennt sofort, von wem die Nachricht stammt. Nachteil: Auf eine alphanumerische SMS kann der Empfänger in der Regel nicht antworten.

Numerische Sender-ID

Eine Telefonnummer, entweder eine lange Nummer (Long Code) oder ein kurzer Code (Shortcode). Auf eine numerische Sender-ID kann der Empfänger antworten, sofern es sich um eine antwortfähige Nummer handelt.

Welcher Sender-Typ ist erlaubt?

Nicht jedes Land lässt jeden Sender-Typ zu:

  • Manche Länder erlauben beide Formen (zum Beispiel Deutschland).
  • Manche Länder erlauben nur alphanumerische Sender.
  • Manche Länder erlauben keine alphanumerischen Sender und verlangen eine numerische Nummer (zum Beispiel die USA und Kanada).

Senden Sie einen Sender-Typ, den das Zielland nicht zulässt, wird die Nachricht entweder blockiert oder der Sender wird durch einen vom Netzbetreiber vergebenen Wert ersetzt. In beiden Fällen kommt Ihre ursprüngliche Sender-ID beim Empfänger nicht an.

Pre-Registration

In immer mehr Ländern müssen alphanumerische Sender-IDs vor dem ersten Versand registriert werden. Der Netzbetreiber prüft dabei, wer hinter dem Absendernamen steht. Erst nach erfolgreicher Registrierung wird Verkehr mit dieser Sender-ID zugestellt.

Ohne Pre-Registration in einem Land, das sie verlangt, passiert je nach Netzbetreiber eines von beidem:

  • Die Nachricht wird blockiert.
  • Der Absender wird durch einen Warnhinweis ersetzt, etwa durch "Likely Scam".

Pre-Registration braucht Vorlauf. Je nach Land dauert die Bearbeitung von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen, teilweise fallen einmalige oder laufende Gebühren an. Planen Sie eine Kampagne in ein registrierungspflichtiges Land, beginnen Sie den Prozess deshalb rechtzeitig.

Inhaltliche Einschränkungen

Neben dem Sender regeln viele Länder auch, was verschickt werden darf:

  • Werbeinhalte: In einigen Ländern sind Werbe-SMS nur innerhalb fester Zeitfenster erlaubt (zum Beispiel werktags tagsüber) oder müssen gekennzeichnet werden.
  • Sensible Themen: Glücksspiel, Inhalte für Erwachsene sowie politische oder religiöse Inhalte werden in manchen Ländern gefiltert oder ganz verboten.
  • Opt-in-Pflicht: In vielen Ländern ist eine nachweisbare Einwilligung des Empfängers Voraussetzung für den Versand.

Was bei einem Verstoß passiert

Hält eine Nachricht die Regeln des Ziellandes nicht ein, kann der Netzbetreiber sie blockieren, den Sender ersetzen oder die Zustellqualität spürbar verschlechtern. Für Sie bedeutet das: Die SMS wird unter Umständen berechnet, erreicht den Empfänger aber nicht oder nicht wie beabsichtigt. Es lohnt sich daher, die Regeln vor dem Versand zu prüfen.

Beispiele

Die folgenden Länder zeigen, wie unterschiedlich die Regeln ausfallen. Es handelt sich um Beispiele zur Veranschaulichung, nicht um eine vollständige oder dauerhaft gültige Liste:

  • 🇩🇪 Deutschland: Alphanumerische und numerische Sender sind erlaubt, eine Pre-Registration ist nicht erforderlich.
  • 🇫🇷 Frankreich: Alphanumerische Sender sind zulässig, für Werbenachrichten gelten jedoch feste Versandzeitfenster.
  • 🇺🇸 USA und 🇨🇦 Kanada: Alphanumerische Sender werden nicht unterstützt. Es wird eine numerische Nummer benötigt, die zuvor registriert werden muss.
  • 🇮🇳 Indien: Der Versand setzt eine verpflichtende Registrierung von Absender und Nachrichtenvorlagen voraus.
  • 🇮🇪 Irland: Seit 2025 müssen alphanumerische Sender registriert werden. Nicht registrierte Sender werden ersetzt oder blockiert.

Diese Regeln ändern sich laufend. Verlassen Sie sich daher nicht dauerhaft auf einzelne Beispiele, sondern prüfen Sie vor jeder Kampagne den aktuellen Stand für Ihr Zielland.

So gehen Sie vor

  1. Klären Sie vor dem Versand, welcher Sender-Typ im Zielland zulässig ist.
  2. Prüfen Sie, ob das Zielland eine Pre-Registration verlangt, und starten Sie diese rechtzeitig.
  3. Stellen Sie sicher, dass Inhalt und Versandzeit den lokalen Vorgaben entsprechen.

Welche Regeln aktuell für Ihr Zielland gelten, erfahren Sie über unseren Support unter support@seven.io.


Dieser Artikel ersetzt keine individuelle rechtliche Beratung. Die Verantwortung für die Einhaltung der jeweils geltenden lokalen Vorschriften liegt beim Absender.

Zuletzt aktualisiert: 25. März 2026

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